18. Nov, 2016

Es gibt Momente und Zeiten im Leben in denen wir unzufrieden sind, enttäuscht wurden, an uns selbst zweifeln oder uns alles über den Kopf zu wachsen scheint. In diesen Momenten klopft unser Leben an die Tür und weist uns darauf hin, dass wir ES irgendwo auf unserem zurückgelegten Weg vergessen haben. Wir waren so damit beschäftigt, es Anderen Recht zu machen, dass wir unser wichtigstes und wertvollstes Gut aus den Augen verloren haben.

DEIN Leben erinnert dich daran, dass es deine Aufgabe ist, es zu entfalten und seine Geheimnisse auszuloten. Es sind freundlich gemeinte Hinweise, dass du vergessen hast, was deine Aufgabe in DEINEM Leben ist. Doch die meisten überhören diese Hinweise, indem sie ihren Alltag einfach lauter machen - mehr Aufgaben, weniger Inspiration, mehr Arbeit, weniger Zeit, mehr Fernsehsendungen und weniger Freiheit. In unsere Gesellschaft gehört es zum guten Ton in vorgegebenen Schablonen zu denken. Angepasst an das, was man gemeinhin als „normal“ bezeichnet. Kaum jemand traut sich noch für sich allein zu denken und damit einhergehend auch anders zu fühlen.

Ja, es soll sogar Menschen geben, die davor Angst haben voller Inspiration zu denken, ihren Träumen gedanklich nachzugehen, und sich zu fragen, „Was wäre wenn…?“ Sie fürchten sich davor, was andere über sie denken könnten, wenn sie mit ihrem Geist außerhalb der begrenzten Mittelmäßigkeit agieren.

Es mag sein das du hier schon komplett dicht machst, das hier alles als absurd bezeichnest oder als Nonsens abtust. Das liegt daran, dass hinter den ersten Zeilen dieses Blogs Fragen mitschwingen, die dich zu sehr herausfordern.

Hast du wirklich jemals dein eigenes Leben gelebt? Oder ist es das, was deine Eltern für dich vorgesehen haben, was die Menschen mit denen du dich umgibst denken, oder das, was die Gesellschaft als angemessen akzeptiert?

Hast du jemals versucht einen anderen, (DEINEN) Weg zu gehen? Warum hat es nicht funktioniert? Man kann nicht die Gegenwart gestalten und in eine neue, verheißungsvolle Zukunft gehen, wenn man mit einem Bein in der Vergangenheit steht. Jeder Versuch wird scheitern. Versuchen beherbergt Zögern. Dein Herz zieht dich nach vorn in aufregende Abenteuer, doch Kopf und Beine ziehen dich zurück in alte verstaubte Gefilde. Dabei musst du dich schmerzhaft verbiegen. Nun, du sollst doch nicht den Boden unter den Füßen verlieren! Solltest du abheben und fliegen, könntest du tief fallen.

Na kommt dir das bekannt vor?

Du bist bereits am Boden und man kann nicht vom Boden fallen. Man kann nur nach oben. Ein Adler wirft seine Jungen aus dem Nest, damit sie das Fliegen lernen. Sie müssen unter Einbezug all ihrer Kräfte gegen den Sog der Schwerkraft ankämpfen. Ein „Ok, ich versuch es mal“, gibt es in diesem Moment nicht mehr.

Du musst verstehen und erkennen, welches falsche Spiel du mit dir selbst spielst. Es ist, als wenn wir nie das selbstständige Laufen gelernt haben. Wir brauchen die Krücken der Gesellschaft, die Krücken der Meinungen anderer Menschen und die Krücken falscher Beziehungen, die uns illusorische Sicherheiten geben.

Egal wie du zu Leben und Tod stehst, ob du an Wiedergeburt glaubst oder an ein Leben nach dem Tod. Du hast hier und jetzt nur dieses Leben, zu dieser Zeit, mit diesen Menschen. Es heißt: „Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen“. Erinnerst du dich an den Zeitpunkt als du begonnen hast, diesen Text zu lesen? Dieser Zeitpunkt ist für immer vorbei, keiner bringt ihn dir jemals zurück. Zeit ist das kostbarste Gut das wir als Menschen besitzen und trotzdem leben wir so vor uns hin, als würden wir ewig leben. Es gibt keine zweite Chance für den letzten Moment. Neben den Gräbern der meisten Menschen trauert ihr nicht gelebtes Leben, ihre unerfüllten geheimsten Wünsche und die Abenteuer, zu denen sie nie angetreten sind.

Innerhalb der Mittelmäßigkeit, dem allgemeinen gesellschaftlichen Maßstab zu denken, zu fühlen und zu handeln, wird unserer wahren Größe nicht gerecht. Wer niemals auslotet zu welch großartigen Dingen er fähig ist, der wird diesem großartigem Geschenk „Leben“ nicht gerecht. Nur wenn du bereit bist, dich von deinen illusorischen Fesseln zu befreien, die Grenzen deines eingepferchten begrenzten Verstandes zu überwinden und den Mut hast, es für DICH zu tun, wirst du irgendwann auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Für den nächsten Morgen gibt es keine Garantie, für den nächsten Tag keine Sicherheiten. Lebe JETZT!

Wirst du deinem eigenen Leben gerecht, mit dem was du heute gedacht, gefühlt und getan hast? Was willst du wirklich?

Du hast immer eine Wahl. IMMER.

 

1. Sep, 2016

Wie die Überschrift schon deutlich macht, ist dieser Beitrag, ganz speziell den Herren der Schöpfung gewidmet. Ich bin mir sicher, dass dieses Thema eines der Wichtigsten für den Mann am Anfang des 21. Jahrhunderts ist.

Welchen Stellenwert hat die Männlichkeit heute? Welche Rolle verkörpert der Mann der modernen Zeit?

Verehrte Herren, ich will euch drei von vielen weiteren Überschriften präsentieren, die ich in einigen großen Online Zeitungen gefunden habe.

  • Der Mann ist nur noch ein Schatten seiner selbst.“ Spiegel Online 08/2015

  • Der entmannte Mann und was davon noch übrig ist.“ Zeit Online 04/2011

  • Der Mann von heute – Macho ist out, Softie nicht in.“ Die Welt Online 03/2009

Das sind die harten Fakten, und auch wenn wir uns bei solchen Worten mächtig auf den Schlips getreten fühlen, müssen wir uns eingestehen, dass in den letzten Jahrzehnten der Fokus mehr auf die Emanzipation der Frau gerichtet war. Unsere weiblichen Erdenmitbürger konnten ihre Rolle in der modernen Zeit neu definieren und stärken. Man sieht immer mehr Frauen in Führungspositionen, ob in der Politik oder in der Wirtschaft. Auch im privaten sind Frauen längst gleichberechtigte Mitverdiener und nicht selten übernimmt der Mann das Babyjahr, damit seine Geliebte ihrer Karriere oder ihrem Job nachgehen kann. Das Rollenbild der Frau hat eine enormen Wandel und eine echte Transformation durchlebt.

Und bei all dem Lärm um die neue Weiblichkeit, hat sich der Mann in eine stille Ecke verkrochen, um passiv dem Schauspiel des Lebens zuzuschauen. Er hat auf der großen Bühne Platz gemacht für die Entwicklung der femininen Kraft.

In einer Zeit, in der Veränderung die einzige Konstante zu sein scheint, steht der Mann mit seiner verlorenen Selbstachtung, orientierungslos auf diesem Feld der Veränderung und schaut sich hilflos um, wo er denn nun seine eigene Beständigkeit findet. Das Bild des Mannes wird heutzutage von den Medien und großen Firmen der Kosmetik- und Modeindustrie gezeichnet. Viele Männer definieren sich durch Äußerlichkeiten und Statussymbole wie Autos, Geld, Frauen und sogar Klamotten. Doch all das hat nicht die Beständigkeit die er sucht, und wenn all diese Dinge verschwinden bleibt meistens nicht mehr übrig, als eine leere Hülle oder ein Häufchen Elend.

Wenn schon ein neues Rollenbild des Mannes erforderlich ist, sollten wir dann nicht an dessen Gestaltung proaktiv mitarbeiten können?

Diese Frage passt mir persönlich eigentlich gar nicht in den Kragen, weil sie auf einer anderen Ebene ausdrückt, dass wir uns verändern und anpassen sollen. Warum Anpassen wenn man Gestalter und Schöpfer der Umstände sein kann? Aber in diesem Beitrag geht es um weit mehr, als um Anpassung an die neue Zeit. Es geht um die Essenz und den Kern der Männlichkeit, das, was die Natur uns mitgegeben hat, eben um das, was uns von der Frau unterscheidet und nicht gleich macht.

Doch heute leben wir in einer Zockergeneration in der das Vorbild des Vaters fehlt. In Videospielen wird Krieg gespielt, von „Männern“ die Befriedigung im Sieg auf dem Bildschirm finden. Aber auch durch alleinerziehende Mütter oder auswärts arbeitende Väter fehlt den Jungen das Vorbild des Vaters, um seine männliche Essenz zu aktivieren, um sich zu reiben und zu messen und somit stärker die Qualitäten der Männlichkeit herauszuarbeiten. Dadurch kommen viele nicht in den Genuss, Ihr Geburtsrecht, ein Mann zu sein, in Anspruch zu nehmen.

Die Natur hat immer Recht

Was bedeutet, „das Geburtsrecht ein Mann zu sein“? Es ist uns biologisch in die Wiege gelegt worden, dass wir uns nicht nur äußerlich von Frauen unterscheiden, sondern auch biochemisch. Obwohl Testosteron in winzigen Mengen auch in den Eierstöcken der Frau produziert wird, ist es doch das Hormon des Mannes. Es verleiht dem Mann nicht nur Power in seinen Lenden und stärkeres Muskelwachstum, sondern sorgt auch für das, was die Spanier „Cojones“ (Kochonnes ausgesprochen) nennen, was so viel bedeutet wie „Eier haben“. Ihr wisst was damit gemeint ist.

Die Männlichkeit ist eine Urkraft der Natur.“

Testosteron ist also auch psychoaktiv und verleiht Mut, Durchsetzungskraft, Stärke und Dominanz. All das sind die Eigenschaften eines Helden oder Kriegers, also Jemand, der sich den Herausforderungen des Lebens stellt, der seine Ängste besiegt und der sich nicht verbiegen lässt. Die Natur hat es für den Mann vorgesehen auf seine eigene, einzigartige Art und Weise am großen Plan des Lebens mitzuwirken. Und die Natur hat immer Recht. Es gibt nichts Nutzloses und Unvollkommenes in ihr. Jedes Attribut, jede Eigenschaft, jedes Ding dient in ihrem Erschaffungsprozess einem bestimmten Zweck.

Vor Jahrhunderten gingen viele Männer den Weg des Kriegers. Sie zogen oft in die Schlacht und sahen dem Tod sehr oft in die Augen. Der Weg des Kriegers bedeutete Mut, Selbstdisziplin und das Bezwingen innerer Dämonen wie die Angst vor dem Tod, Neid, Gier, Selbstverleugnung, Unehrlichkeit usw.

Heute haben sich die äußeren Schlachtfelder verändert Das Leiten von Unternehmen, der eigenen Berufung folgen, Versorgung der Familie, den Weg einer Lebensmission beschreiten, Gesundheit uvm. Doch in jedem Mann schlägt das Herz eines Kriegers und die inneren Schlachtfelder sind die gleichen geblieben. Wir werden von den gleichen Dämonen gepeinigt, gedemütigt und um unsere Selbstachtung gebracht. Ja, sie sind mächtiger geworden durch Reizüberflutung und einem unendlichen Angebot von Verlockungen der modernen Gesellschaft.

Heute hört man oft Sprüche wie, „ein richtiger Mann braucht einen richtigen Bauch“ oder man verwechselt Männlichkeit mit sinnlosem Besaufen und einem ungesunden Lebensstil. All das drückt nur das Fehlen männlicher Attribute, wie Selbstdisziplin und Selbstachtung aus. Hast du schon Mal die Skulptur eines griechischen Gottes mit einem Bierbauch gesehen? In vielen Mythen ist der Körper der Tempel der Götter. Durch ihn verschaffen sie sich Ausdruck und er ist ein Spiegelbild der inneren Haltung. Kein Krieger oder Held vergangener Zeiten, konnte es sich erlauben, nachlässig mit seinem Körper zu sein. Wie willst du den heutigen Herausforderungen gewachsen sein, wenn du deinen Körper vernachlässigst?

Die japanischen Krieger, die Samurai, achteten stets auf ihr Aussehen. Nicht aus Eitelkeit oder falscher Selbstbeweihräucherung, sondern aus Achtung vor dem Gegner und aus Achtung vor dem Leben. Sie mussten in jedem Kampf darauf vorbereitet sein, zu sterben. Sie pflegten sich aus einem tieferen Gefühl der Selbstachtung heraus und um in jedem Augenblick ihres Lebens vorbereitet zu sein, egal wem sie gegenübertraten. Sie waren ständig darauf bedacht, ihre charakterlichen und körperlichen Fähigkeiten zu vervollkommnen. Was ich dir damit sagen will ist, dass es immer darauf ankommt, aus welchem Motiv heraus man(n) handelt und mit welcher Intention man an die Startlinie geht.

Was wir heute brauchen, ist kein neues Rollenbild, sondern die Rückverbindung zur männlichen Essenz, zum Kern dessen, was einen Mann wirklich ausmacht - Attribute wie Disziplin, Mut, Selbstreflexion, Entschlossenheit, innere und äußere Stärke, Selbstachtung und Selbstvertrauen. Sind diese Eigenschaften gegeben, stellen sich Erfolg, Wohlstand, Glück, Liebe und Gesundheit meistens von alleine ein, denn jede wirkliche Entwicklung folgt immer nur einer Richtung, und die ist, von innen nach außen. Diese Eigenschaften entwickeln sich nicht zu Hause vor der Konsole oder vor dem Fernseher, sondern auf dem Spielfeld des Lebens. Sie gebären aus den Problemen die du bewältigst, den Herausforderungen die du annimmst, aus den Niederlagen die du erfährst und aus der Achtung und der Liebe zu dir selbst.

Es erfordert Mut, seiner eigenen Essenz Ausdruck zu verleihen. Und Mut ist niemals das Fehlen der Angst. Wer keine Angst hat, braucht keinen Mut. Mut heißt, sich der Angst zu stellen, sie zu besiegen und über sie zu triumphieren.

Vielleicht regt dich dieser Beitrag etwas zum Nachdenken an und du triffst den Entschluss, die Reise des Helden, wie sie Joseph Campbell nennt, anzutreten. Es ist ein sich lohnender Weg der Sinnhaftigkeit, auf dem du lernst dich auf deinen Kern zu besinnen. Dieser Weg vermittelt dir Beständigkeit, innere Ruhe und Kraft, um mit allen Widrigkeiten des Lebens fertig zu werden. Und der erste Schritt, ist anzuerkennen, was du im Kern deines Wesens bist, ein MANN.

30. Aug, 2016

In den letzten Wochen haben wir uns mit den ersten drei Ebenen zur Steigerung deiner persönlichen Energie auseinandergesetzt, der physischen, der emotionalen und der mentalen Ebene. In diesem Beitrag erklimmen wir nun die vierte und letzte Ebene, die Ebene der Sinnhaftigkeit.

Es mag ungewöhnlich erscheinen und etwas suspekt klingen, aus dem Sinn Energie und Vitalität zu gewinnen, aber lasst uns hier tiefer in das Thema einsteigen.

Die Sinnfrage hinter unseren alltäglichen Handlungen, ist immer die Frage nach dem Warum. Macht das was ich tue einen Sinn? Stimmt es mit meinen grundlegenden Überzeugungen überein? Ist das was ich tue mit meinen Werten kompatibel oder führt es mich immer wieder auf ein inneres Feld der Auseinandersetzungen und Konflikte mit mir Selbst?

Wenn ich z.B. in meinem Job einen Sinn finde und wenn diese Tätigkeit mit meinen Überzeugungen und Werten übereinstimmt, dann übe ich einen Beruf aus. Das Wort Beruf kommt von Berufung, zu etwas berufen sein. Diese Berufung bringt deine angeborenen Talente und erworbenen Fähigkeiten zur vollen Entfaltung und dient deiner Persönlichkeit zur Weiterentwicklung. Hast du so eine Tätigkeit für dich entdeckt, kann deine Seele darin Nahrung finden.

Natürlich werden jetzt deine inneren Saboteure laut und Argumente in dir aufklingen lassen, die zu rechtfertigen versuchen, warum du nicht das tust wozu du berufen bist. Schließlich musst du eine Familie versorgen, du hast laufende Kredite, hast dir einen gewissen Lebensstandard erarbeitet usw. Und viele werden nie den Schritt aus der vermeintlichen Sicherheit herauswagen, um ihrer Berufung nachzugehen.

Es löst wahrscheinlich Unruhe und Unwohlsein in dir aus, dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Doch genau das ist ein direktes Indiz dafür, dass du, in dem was du tust, deinen persönlichen Sinn nicht finden kannst, oder dass du dir darüber noch nie Gedanken gemacht hast.

In jedem Beitrag von „Life Master“ geht es grundlegend immer, um die Verbesserung und Erhöhung deiner Lebensqualität. An der Wahl unseres Berufes können wir erkennen wie hoch die Maßstäbe sind, die wir für unser Leben festlegen. Das ist bei weitem keine Abwertung verschiedener Berufzweige. Es geht hier ausschließlich darum, welche Bedeutung und welchen Sinn deine Tätigkeit für dich hat. Wer Straßen kehrt und darin seinen Sinn findet, seinen Mitmenschen einen Dienst zu erweisen und das mit ganzen Herzen und voller Überzeugung tut, der wird auch täglich Energie aus seiner Arbeit ziehen und Glück bei seiner Tätigkeit empfinden. Und genau darum geht es.

Aber die Sinnhaftigkeit der Berufung ist nur ein Part auf deinem Lebensweg. Viel Größer ist das Warum deines Lebensweges. Warum bist du hier? Mit welcher Intention bist du an den Start gegangen, als du das Spielfeld des Lebens betreten hast? Im Gefecht unseres Alltags haben wir nicht die Zeit diesen Fragen auf den Grund zu gehen oder sagen wir eher, wir nehmen sie uns viel zu selten. Den eigenen Sinn im Leben zu finden, seine persönliche Lebensmission, den heiligen Pfad seines eigenen Lebensweges zu betreten, ist die größte Quelle der Kraft und der Energie die wir anzapfen können.

Letzten Endes geht es bei allem was wir tun darum, Glück zu empfinden. Wir kaufen uns teure Dinge, weil sie uns glücklich machen sollen. Und um sich diese Dinge leisten zu können, arbeiten viele Menschen bis spät in die Nacht, in einem Beruf den sie nicht mögen, um im Verhältnis dazu, einen winzigen Moment des Glücks zu empfinden. Aber wer sagt, dass das Glück immer am Ende eines Weges stehen muss? Ist es nicht SINNvoller den Weg mit Glück zu beschreiten, um in allem was man tut einen Sinn zu finden? Es ist ein Paradox der modernen Gesellschaft, die sich durch ihre Oberflächlichkeit selbst ins Unglück treibt.

Nur wenige sind mutig genug, den Fragen nach dem Sinn auf den Grund zu gehen, weil sie auf dieser Suche dem nahe kommen, was wir „das Selbst“ nennen, der eigenen persönlichen Quelle. Und wir schauen dabei in die vielen Gesichter unserer Persönlichkeit. Das kann manchmal recht unangenehm sein, doch das sind nur die Kleider unserer Seele, die wir uns übergestreift haben, um in einer paradoxen Welt angepasst zu sein und ja nicht aufzufallen. Doch unter diesen Kleidern verbirgt sich das eigene Leuchten, die eigene Einzigartigkeit. Dieser leuchtende Kern möchte sich entfalten, entfesseln und seinen einzigartigen Abdruck in dieser Welt hinterlassen.

Jeder Erfolg, jeder Sieg, jede Errungenschaft ist erst dann von Wert, wenn der Weg dorthin mit Sinn und mit Glück gepflastert war. Auch wenn es Vielen überhaupt nicht in den Kragen passt, sich diesen Dingen zu stellen, werden sie irgendwann nur dann glücklich und ohne Reue auf ihr Leben zurückschauen können, wenn sie einen Teil ihrer Lebenszeit der Suche nach dem Warum gewidmet haben und auf eine Antwort gestoßen sind.

Der Weg zu Gesundheit, Vitalität und pulsierender Energie ist ein Pfad der Ganzheitlichkeit und umfasst Körper, Geist und Seele. Diese drei Bereiche werden von den vier Ebenen abgedeckt. Mit dem Wissen das wir dir im Monat August an die Hand gegeben haben, kannst du an dir arbeiten und dir selbst zu mehr Lebensqualität verhelfen.

 

 

26. Aug, 2016

Mit diesem Beitrag steigen wir nun auf die 3. Ebene, die Ebene der mentalen Energie.

Was bedeutet mentale Kraft oder mentale Energie?

Mental stark zu sein, ist die Fähigkeit seine Aufmerksamkeit auch in Stresssituationen aufrechtzuerhalten und den Überblick zu behalten. Es bedeutet, sein Ziel zu kennen und den Fokus darauf gerichtet zu halten, auch wenn die äußeren Umstände dagegen sprechen. Die Abwesenheit von mentaler Stärke sind geistige Zerstreutheit, Konzentrationsschwäche bzw. Aufmerksamkeitsdefizite, sowie in Stresssituationen mit Frustration zu reagieren.  Heute kennen wir mentale Stärke und mentales Training hauptsächlich aus dem Leistungssport. Aber jeder Mensch kann davon profitieren und seine Lebensqualität enorm steigern, wenn er seine mentalen Muskeln trainiert.

Mentale Stärke bezieht sich auf viele Eigenschaften wie z.B. Disziplin, Selbstvertrauen, Stressresistenz, Ziel- und Lösungsorientiertheit und Selbstreflexion.

In der heutigen Zeit sind wir Unmengen an Reizen ausgesetzt, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dadurch wird unsere geistige Energie in viele verschiedene Richtungen zerstreut. Das führt zur Ermüdung und schnellen Energieverlust. Durch diese Zerstreutheit hat man dann sehr oft das Gefühl, den Dingen nicht mehr gewachsen zu sein. Das Gehirn verbraucht über 20 % der vom Körper bereitgestellten Energie. Multitasking, das heute sehr oft als Fähigkeit gelobt wird, ist in Wirklichkeit ein Energieräuber und setzt die Effektivität, mit der wir eine Aufgabe angehen könnten, wenn wir fokussiert wären, rapide runter, was dazu führt, dass wir sehr ineffizient und unökonomisch arbeiten. Stattdessen sparen wir geistige Energie wenn wir uns immer nur auf eine Aufgabe konzentrieren. 

Aber nicht nur das, wir erledigen unsere täglichen Aufgaben auch mit einer viel höheren Effektivität, was zu mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit führt. Diese Fähigkeit kann man trainieren wie einen Muskel.  Die mentale Energie wird gespeist, von den Energien der ersten und zweiten Ebene (Physiologie, Emotionen). Rückwirkend kann ein mental starker Mensch aber auch die Energien der ersten beiden Ebenen besser fokussieren und für seine Ziele einsetzen. Die Ebenen sind hier auch hierarchisch zu verstehen. Das bedeutet, dass die höhere Ebene die darunter liegenden Ebenen kontrolliert oder Einfluss darauf hat.

Ist zum Beispiel ein Hochleistungssportler mental schwach, wird er auch keine körperlichen Höchstleistungen erbringen können.

Um seine mentale Stärke zu trainieren gibt es unzählige Möglichkeiten.

Atemzüge zählen

Setze dich aufrecht auf einen Stuhl und atme ein paar Mal tief ein und aus. Wenn sich deine Atmung allmählich vertieft, fängst du an jedes Ausatmen zu zählen, bis du bei 10 angekommen bist. Dann beginnst du von vorne. Hört sich bis hierhin ganz einfach an. Solltest du aber durch deine eigenen Gedanken abgelenkt werden, fängst du sofort wieder bei 1 an mit dem Zählen. Du wirst merken, dass es äußerst schwierig sein wird, seinen Fokus nur auf das Zählen der Atemzüge zu richten. Dein Geist wird dir anfangs nicht gehorchen wollen. Doch bleibe dran und gib nicht auf, und vor allen Dingen, betrüge dich nicht selbst. Niemand sieht was in deinem Kopf vor sich geht. Driftest du mit den Gedanken ab, beginne von vorne. Das ist zum Anfang sehr deprimierend, weil du merken wirst, wie viel sich dort im Hintergrund abspielt auf deiner mentalen Leinwand. Aber mit etwas Geduld und Training, wirst du sehr bald eine Steigerung deiner Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit spüren, sowie mehr Gelassenheit und innere Ruhe.

Mentaler Probelauf

Beim mentalen Probelauf nimmst du im Geist vorweg, was du erreichen willst. Das kann eine sportliche Höchstleistung, das Meistern einer Prüfung, oder dein Tagesablauf sein. Erschaffe ein Film in deinem Geist, in dem du deine Aufgabe so erledigst wie sie für dich genau richtig ist. Erlebe dieses Szenarium mit allen Sinnen so, als wenn du es genau jetzt erlebst. Sehe was es dort zu sehen gibt, höre was es zu hören gibt, fühle wie es sich anfühlen wird wenn du dein Ziel erreicht hast. Vielleicht ist auch bestimmter Geruch oder Geschmack beteiligt. Mache es in deinem Geist so real wie möglich und sei dabei präzise.

Dieser mentale Probelauf wird oft von Hochleistungssportlern benutzt, um neue Rekorde aufzustellen. Du programmierst dich damit auf deine bevorstehende Aufgabe und kannst dadurch, hocheffektiv, Spitzenleistungen erbringen. Auch im Alltag hilft dir der mentale Probelauf, indem du schon morgens vor dem Aufstehen die Aufgaben des Tages mental so durchspielst, wie sie für dich am besten verlaufen sollen.

Mentale Fitness sollte heute schon in Schulen unterrichtet werden, um den Herausforderungen des 21.Jahrhunderts gewachsen zu sein. Jeder kann von mentaler Stärke profitieren und dadurch mehr Selbstwirksamkeit und Lebensqualität erlangen. Sie ist die Fähigkeit aller erfolgreichen und glücklichen Menschen.

20. Aug, 2016

"Energy flows where attention goes." - Deine Energie folgt deinem Fokus

Mit dieser kurzen Einleitung wäre eigentlich schon das Wichtigste gesagt, aber wir wollen etwas mehr in die Tiefe gehen und uns den dritten Schlüssel zur Meisterung deiner emotionalen Energie ansehen. Dein Fokus bestimmt auf welchen Ausschnitt der Realität du deine Wahrnehmung richtest und in welche Richtung deine Gedanken konzentriert sind. Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, obliegt deiner Wahl. Zumindest sollte es so sein, oder nicht?

Wenn wir mental bzw. geistig nicht gefordert sind, durch unseren Job, durch gute Unterhaltungen oder durch das Lesen von Büchern, werden über 90 % unserer täglichen Handlungen vom Unterbewusstsein gelenkt. Das erspart uns eine Menge Energie und ist äußerst ökonomisch. Nimmt man nicht bewusst eine Ausrichtung seines Fokus vor, dann wird er oft von äußeren Faktoren beeinflusst, von den Medien, vom Freundeskreis, der Familie, sozialen Netzwerken oder SINNlosen Talkshows im Fernsehen. In beiden Fällen wird ein Bereich des Gehirns aktiviert, das sich "retikuläres Aktivierungssystem" (RAS) nennt. Dieser Bereich sorgt dafür, das nur das in dein Bewusstsein gelangt, worauf du mental ausgerichtet bist. Fokussierst du dich auf negative Dinge, wird dein RAS dafür sorgen, das dir deine Umwelt deine vorherrschende Geisteshaltung bestätigt. Es lässt nur die Informationen durch, die zur aktuellen Ausrichtung deines Bewusstsein passen. Eigentlich eine geniale Erfindung der Natur, wenn da nicht die unbewussten Programme wären, die uns nicht selten daran hindern, positiv ausgerichtet zu sein. Soziale Konditionierungen, unsere Erziehung und Erfahrungen, all das hat einen Einfluss auf die Ausrichtung unseres Fokus. Wenn du dir morgens deinen Kaffee überkippst und denkst, dass es ein schlechtes Omen für deinen Tag bedeutet, dann werden dir auf einmal alle Dinge besonders ins Bewusstsein gerufen, die dir deinen Tag versauen können. So funktioniert unser Gehirn.

Wir nehmen ca. 11 Mio. Informationseinheiten (IE) pro Sekunde durch unsere 5 Sinne auf. 11 bis 40 dieser IE kann der bewusste Verstand aber nur verarbeiten, der Rest wird ordentlich ausgesiebt und gefiltert. Das bewahrt uns vor einer totalen Reizüberflutung. Welche der ca. 40 IE von den 11 Mio. du wahrnimmst, wird durch dein Fokus bestimmt, deiner mentalen Ausrichtung, und das wiederum bestimmt, wie du deine Welt wahrnimmst. Wir nehmen also nur einen millionstel Teil der uns umgebenen Realität war.

Damit du deinen Fokus, konstant und überwiegend auf positive Dinge ausrichtest, die deinem Leben förderlich sind, musst du ihn trainieren. Er ist wie ein mentaler Muskel und je öfter du diesen metalen Muskel trainierst, deine mentale Ausrichtung, desto stärker wird er und desto leichter wird es dir in schwierigen Situationen fallen, deine emotionale Energie zu kontrollieren. Mehr noch, du erlangst unbewusste Kompetenz und schaffst dir eine neue Gewohnheit.

Um richtigen Gebrauch von diesem dritten Schlüssel, zur Beherrschung deiner emotionalen Energie, zu machen, musst du die Funktionsweise deines Bewusstsein und deines Unterbewussteins verstehen. Dein bewusster Verstand unterscheidet zwischen richtig und falsch, zwischen positiv und negativ. Dein Unterbewusstein kennt diese Unterscheidungen nicht. Es reagiert auf das, was ihm der bewusste Verstand eingibt. Du selbst bist der Wächter am Tor zum Unterbewusstein und bestimmst, was du durchlässt und was nicht.

Wenn du also daran denkst, das du etwas Bestimmtes nicht möchtest, dann mag deine Absicht dahinter positiv sein, aber dein Unterbewusstsein ist in dem Moment auf das ausgerichtet, was du nicht möchtest und dein Fokus liegt bei den Dingen die du vermeiden möchtest. Du brauchst also das, was wir einen "clean Focus" nennen, eine saubere Ausrichtung deiner Aufmerksamkeit und deines Bewussteins. Bleibe mental bei dem was du möchtest. Denke lösungsorientiert und richte deinen generellen Fokus auf die positiven Dinge deines Lebens, dann wird sich deine emotionale Energie verstärken und deine Lebensqualität verbessern.