15. Jun, 2017

Im Leben stehen wir immer wieder vor kleinen und manchmal auch sehr großen Herausforderungen. Es gibt immer mindestens zwei Möglichkeiten auf diese Dinge zu reagieren. Entweder du gibst die Verantwortung ab, steckst den Kopf in den Sand, wartest bist dir irgendjemand hilft oder du drehst dich um, ziehst die Schultern nach hinten, siehst dem Monster direkt in die Augen und fängst an dagegen anzugehen, mit allem was in dir steckt.

Bei der ersten Möglichkeit setzt du deine Maßstäbe für dein Leben sofort herab. Da es in diesem Leben keinen Stillstand gibt, bewegst du dich entweder bewusst vorwärts oder du machst sofort Schritte zurück. Bei der zweiten Möglichkeit wirst du dein Potenzial anzapfen müssen, und dabei beginnst du zu wachsen. Du musst dich strecken und all deine physischen, emotionalen und mentalen Ressourcen nutzen. Du machst aus dem was dir zur Verfügung steht das Beste und wirst zu einem Macgyver deiner Ressourcen. Das Lösen von Problemen erfordert eine Synchronisierung deiner Fähigkeiten und deines Wissens.

Eines der grundlegendsten Gesetze der Natur ist Wachstum und Weiterentwicklung. Alles wächst und entwickelt sich unaufhörlich weiter. Deine Fingernägel, deine Haare, deine Zellen, den Samen den du in den Boden steckst, alles wächst und folgt diesem Plan. Diese Kraft, die all das antreibt, ist Leben. Leben ist Energie und ständig in Bewegung.

Wir wachsen doch nicht weil wir unsere Ziele immer leicht erreichen. Wir wachsen, weil uns Widerstand entgegengebracht wird, in welcher Form auch immer das passiert, und dieser Widerstand macht uns stärker. Wir wachsen nur, wenn wir uns strecken müssen. Jeder Erfolg wird aus einem Problem geboren. Jedes Wachstum entsteht durch Widerstand. Deine Muskeln werden nur stärker wenn du sie belastest. Deine mentalen und emotionalen Muskeln wachsen auf die gleiche Weise.

Unaufhaltsamkeit ist ein Mindset, eine Attitüde. Wenn du anfängst deine Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dir diesbezüglich neue kraftvolle Überzeugungen zulegst, dann wirst du erkennen das dich nichts und niemand aufhalten kann. Wenn du Probleme nutzt, um stärker zu werden und um dich weiterzuentwickeln, dann wirst du anfangen, sie als kostbare Geschenke zu betrachten. Rückblickend wirst du dann immer Dankbarkeit empfinden. Das was du hast, kann man dir nehmen, aber das was du bist wird man dir niemals nehmen können. Und das was du wirst, wenn du dich für Unaufhaltsamkeit entschließt, das wirst du wahrscheinlich im Moment noch für unmöglich halten.

Aber wie macht man das? Du hast gelernt auf eine bestimmte Weise auf Probleme zu reagieren. Oft auf eine Weise, die dich nicht weiterbringt. Deine Gefühle fangen an dich zu kontrollieren und beeinflussen dein Denken. Einschränkendes Denken hat irgendwann einmal dazu geführt, dass du dich in Anbetracht von Problemen schlecht und hilflos fühlst.

Da du gewöhnt bist, immer wieder auf diese Weise zu reagieren, brauchst du nicht mehr darüber nachdenken. Du fühlst dich einfach Sch…, weil du es dir selbst so beigebracht hast. Das heißt, dein Denken hat solange für negative Gefühle gesorgt, dass deine Gefühle jetzt anfangen deine Gedanken zu beeinflussen.

Es liegt doch nicht daran, dass du nicht genug Möglichkeiten hast, sondern dass du sie nicht nutzt. Du kannst jedes Ziel erreichen und jedes Problem lösen, weil du jederzeit Zugriff auf einen unerschöpflichen Pool an Wissen hast, durch das Internet und durch Bücher. Du kannst dir somit den Rat von Experten jederzeit ins Wohnzimmer holen. Du kannst dir deine Ausbildung in jedem Gebiet selbst zusammenstellen und ein Meister werden in dem, zu was du dich entschlossen hast. Der Grund warum du das nicht tust, liegt an deinen Emotionen. Du lässt dich von deinen Emotionen kontrollieren, anstatt sie für deine Zwecke zu benutzen. Anstatt sich ihrer zu bemächtigen und sie als Handlungsaufforderung zu betrachten, machst du dich klein.

Fange an Unzufriedenheit in Antriebskraft zu verwandeln. Negative Emotionen sind ein Signal an dein Nervensystem deinen Hintern zu bewegen. Ein Mindset das dir erlaubt auf Probleme mit Wachstum zu reagieren, ist das Kerosin mit dem du dich über die Umstände erheben wirst.

Solltest du in naher Zukunft vor Problemen stehen oder dich mitten drin befinden, dann fang an, dir die richtigen Fragen zu stellen. Solche Powerfragen bringen deinen Focus in Richtung Ziele und Ergebnisse. Frag Dich….

Was ist das Gute daran? Was kann ich daraus lernen? Wie kann mich das irgendwie weiterbringen? Wie kann ich die Probleme bewältigen? Welche Chancen eröffnen sich mir dadurch? Wie trägt das zu meinem Wachstum bei? Welche emotionalen und mentalen Muskeln muss ich hier beanspruchen und trainieren?

Vielleicht solltest du dir einen neuen Glaubenssatz zulegen. Wie wäre es damit?

„Alles passiert aus einem bestimmten Grund und dient einzig und allein meinem Fortschritt und meiner Weiterentwicklung.“

Fähigkeiten die du erwirbst wenn du dein Problem löst, kann dir keiner mehr nehmen. Sie gehören dir, für immer.  Probleme die du einmal bewältigt hast, werden dich in Zukunft nicht mehr aufhalten können. Arbeite an der Bedeutung Deines täglichen Lebens und sehe den Herausforderungen mit Freude entgegen!

André Gorzelany

18. Mrz, 2017

Heute möchte ich an Anlehnung eines Vortrages von Dr. Joe Dispenza, der weltbekannt wurde durch den Dokumentarfilm „Bleep – Down the Rabbit Hole“, über das Thema Transformation und echte Lebensveränderung bloggen. Auch wenn wir hier etwas zähe Kost vor uns haben, kann dieses Wissen dich auf eine komplett neue Ebene bringen. Vielleicht fragst du dich was dir dieses Wissen bringen wird? Es verändert alles, weil wir neu überdenken müssen wer wir wirklich sind und über welche Fähigkeiten und Möglichkeiten wir verfügen. Wir sind vielleicht die Generation, die mit einem Bein im alten Paradigma und mit dem anderen in einer völlig neuen Welt steht, voller neuer Möglichkeiten die uns als Mensch definieren. Jahrtausende altes Wissen über den Geist und modernste Wissenschaften geben sich die Hand und sorgen für ein schnelles emporsteigen auf der Leiter der Evolution.

Wenn man einen Samen in die Erde bringt wird daraus etwas erwachsen. Das einzige was man tun muss, ist, für die richtigen Bedingungen zu sorgen, für alles andere sorgt die Intelligenz des Lebens. Wachstum und Weiterentwicklung sind ein Lebensprinzip. Schaffst du in dir selbst die richtigen Bedingungen, dann brauchst du nur Vertrauen und alles wird sich auf natürliche Weise entfalten.

Unser Gehirn ist nicht dazu gemacht uns glücklich zu machen, sondern es soll unser Überleben sichern, Kampf oder Flucht. Glück, Liebe, Freude, Leidenschaft, Enthusiasmus und die vielen anderen positiven Gefühle sind Erzeugnisse des Herzens und der Seele. Wenn du in dir selbst Dinge säst wie Wut, Hass, Angst, Neid usw., was wird wohl daraus erwachsen? Wer Unkraut säht, braucht nicht auf einen Garten voller Blumen hoffen. Du kannst nur ernten was du gesät hast. Das nennt man Karma. Wenn wir uns zum positiven verändern möchten und den Weg der Persönlichkeitsentwicklung beschreiten, leben wir im Einklang mit den Prinzipien der Natur und des Lebens.

Der Wunsch nach Veränderung im Leben teilen viele Menschen miteinander. Doch jeder Versuch das Leben in andere Bahnen zu lenken, scheitert oft aus nicht erklärbaren Gründen. Und so fühlen sich viele in ihrer Haut gefangen, hilflos und als Produkt ihrer Vergangenheit, die zu jeder Zeit ihr Leben lenkt. Wir werden von Gewohnheiten, Gefühlen und Erinnerungen in unseren alten Mustern gefangen gehalten. Denn all diese Dinge sind nicht nur im Gehirn angesiedelt, sondern in unserem gesamten Nervensystem, einschließlich dem autonomen Nervensystem, das wir nicht bewusst ansteuern können. Das autonome Nervensystem steuert unsere Vitalfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Atmung, Körpertemperatur usw.

Alle schmerzlichen und auch guten Erfahrungen durch die wir unsere Identität definieren und die unseren Glauben und unsere Werte prägen, finden ihre Entsprechung in einem bestimmten Teil unseres Nervensystems und sind dort gespeichert. Das heißt, dass alleine durch den Versuch anders zu denken, keine echte Veränderung stattfinden kann, wenn wir nicht den Glauben über uns selbst, d.h. durch was wir unsere Identität definieren und unsere Werte, sowie die dazugehörigen Lebensregeln verändern. Unsere Überzeugungen (Glauben), an die wir uns oft so stark klammern und unsere Werte stehen in direkter Verbindung mit unserem limbischen System. Dieser Teil des Gehirns ist für unsere Emotionen verantwortlich und mitverantwortlich für die Regulierung des autonomen Nervensystems. Das heißt, dass unsere Überzeugungen auf körperlicher Ebene unsere Vitalfunktionen direkt beeinflussen. Das ist der Grund warum Placebos eine Wirkung aufweisen. Der Glaube an die Wirksamkeit verursacht eine Reaktion im limbischen System und der Körper greift auf seine eigene Apotheke zurück.

Das Gefühl für unsere Identität bezieht sich darauf, wer wir sind und zwar auf neurologischer, biochemischer (Hormone, Neuropeptide, Neurotransmitter) und sogar elektromagnetischer Ebene. Auf neurologischer Ebene steht unsere Identität mit der Gesamtheit unseres Nervensystems in Verbindung. Darüber hinaus wirkt sich unser Gefühl für unsere Identität auch auf unser Immunsystem, unser endokrines System (die Organe die Hormone produzieren) und weitere lebenswichtige Funktionen aus.

Eine Transformation unserer Identität wirkt sich unmittelbar, auf alle Systeme des Körper aus und kann tiefgreifende Veränderungen auf allen Ebenen hervorrufen.

Um so tiefgreifende und grundlegende Veränderungen herbeizuführen, muss man alles hinter sich lassen, durch das man sich bisher definiert hat, d.h. alle schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit, die im Körper auf biochemischem und neurologischem Weg mit unser Identität verknüpft sind. Die schmerzlichen Erfahrungen, Gewohnheiten und alten Verhaltensmuster werden durch die Zeit (Vergangenheit), durch den Körper (biochemisch, neurologisch) und durch das Umfeld (Menschen, Orte, Situationen) in uns konstant gehalten. Echte Veränderung heißt, sich von diesen drei Kräften zu lösen. Dazu gibt es viele Methoden die miteinander kombiniert werden können, um ein vollständiges Reset, ein Zurücksetzen der Identität in einen Nullzustand zu vollziehen, von dem aus man sich im Anschluss komplett neu definieren kann.

Eine Veränderung auf Ebene der Überzeugungen, sowie der Identität ist einer der Gründe für viele Spontanremissionen (Wunder- oder Spontanheilungen) bei schweren Krankheiten oder bei Lebenstransformationen.

Warum Dankbarkeit den Körper heilt

In einer veralteten Sicht ist unser Herz eine mechanische Pumpe die das Blut durch den Körper schickt. Doch tatsächlich ist es so, dass unser Herz als eigenständiges Gehirn bezeichnet werden kann. Die sich entwickelnde Neurokardiologie weist nach, dass unser Herz eigenständig Informationen verarbeitet in einem Netz aus ca. 40000 Nervenzellen. Dieses Herzgehirn kommuniziert mit dem Gehirn im Kopf über das Nervensystem, das Hormonsystem und auf anderen Wegen.

Die Herzaktivität wirkt sich somit sehr tiefgreifend auf unsere Gehirnaktivität (Denken), auf den Hormonkreislauf und auf die Funktion der meisten wichtigen Organe aus und beeinflusst unseren physischen, emotionalen und mentalen Zustand. Das Herzgehirn ist durch die komplexe Verschaltung in der Lage völlig unabhängig zu agieren und kann sich erinnern, fühlen und spüren.

Unser Herz kommuniziert über biochemischem, neuronalem und elektromagnetischem Weg mit unserem Körper. Durch den Rhythmus des Herzschlags werden Signale über das autonome Nervensystem (Sympathikus, Parasympathikus) an den Körper gesendet. Bei ungleichmäßigem Herzrhythmus werden Signale über den Sympathikus an den Körper übermittelt, der dann mit der Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin) reagiert. Ein kohärenter Herzschlag (kohärent bedeutet einheitliches, zusammenhängendes Muster) führt zur Entspannung.

Biochemisch beeinflusst das Herz unseren Zustand dadurch, dass es ebenfalls Hormone und Neurotransmitter (Botenstoffe) produziert.

Das Herz erzeugt ebenfalls elektromagnetische Felder die bis zu 5000 mal stärker sind als die des Gehirns und die man bis zu 3 Meter um den Körper herum messen kann. Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses Feld elektromagnetischer Signale, bei einer weiteren Person die sich in unmittelbarer Nähe befindet, die Gehirnwellen beeinflussen kann. Aber dieses Feld wirkt sich natürlich auch auf unseren eigenen Körper aus. Über die elektromagnetischen Felder des Herzens werden ebenso Informationen übertragen, die sich auf andere Teile des eigenen Körpers und die Umgebung auswirken.

Durch Gefühle können wir Einfluss auf dieses Feld nehmen und das ist sogar messbar. Positive Gefühle wie Dankbarkeit wirken sich direkt auf die Herzkohärenz aus. Das bedeutet, dass der Herzschlag ein gleichmäßiges Muster aufweist. Diese Kohärenz erzeugt im ganzen Körper eine Kaskade positiver Effekte die sich in großem Umfang positiv auf unsere Gesundheit  und unser Befinden auswirken. Seit vielen Jahrhunderten wird Dankbarkeit in spirituellen Traditionen, wie dem Buddhismus, als grundlegender emotionaler Zustand in Meditationen, sowie in der alltäglichen inneren Haltung praktiziert.

Durch ein kohärentes elektromagnetisches Feld, das durch Dankbarkeit hervorgerufen wird, beeinflusst man auch seine Umgebung und seine Mitmenschen positiv und wirkt somit heilend auf die Umgebung.

Sind wir aber von Stresshormonen überflutet, wird uns keine Veränderung gelingen. Stress sorgt für eine Inkohärenz des Herzens und blockiert unser Nervensystem, sowie die Ausschüttung wichtiger biochemischer Verbindungen die den Körper heilen können. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol im Überfluss, haben schädliche Auswirkung auf Körper und Geist.

Veränderung der Gene durch neue Geisteshaltung

Die neue Wissenschaft der Epigenetik bestätigt das unsere Gene nicht unveränderbar sind, wie bisher angenommen, sondern das ganze Gensequenzen ein- und ausgeschaltet werden durch Einflüsse, die nicht direkt etwas mit den Genen zu tun haben wie eine bewusste Neuausrichtung unserer Geisteshaltung wie Gedanken, Gefühle, Worte oder auch Umweltfaktoren.

Was bedeutet das nun im Kontext tiefer Persönlichkeitsentwicklung und Transformation?

Wenn wir durch bestimmte Techniken und Methoden Einfluss auf unser Nervensystem, unsere Biochemie und unser Gehirn nehmen, können wir Veränderungen bis in die tiefsten Ebenen unserer körperlichen Existenz vollziehen. Was früher als genetischer Determinismus bezeichnet wurde, das bedeutet, das die Gene unveränderbar sind, kann über den Haufen geworfen werden und ist widerlegt.

Erzeugen verschiedener Gehirnfrequenzen durch Meditation, Mentaltraining und Hypnose

Ein weiteres Zugang zu tiefgreifender Veränderung sind die Frequenzen unseres Gehirns die durch EEG Messgeräte aufgezeichnet werden können.

Der Beta Zustand (Frequenzbereich) zeigt unser Tagesbewusstsein an, in dem wir eine nach außen gerichtete Wahrnehmung haben und logisch, prüfend und bewusst denken. Hochfrequente Beta Wellen treten bei Stress auf und sorgen für Unordnung im gesamtem Körper, der in diesem Frequenzbereich in den Kampf oder Flucht Modus wechselt.

Der Alpha Zustand ist mit einem entspannten, gelösten Bewusstseinszustand gleichzusetzen und das Tor zur Meditation. Er stellt den Übergang vom Tagesbewusstsein in tiefe Trance oder tiefe meditative Zustände die im Theta und Delta Bereich liegen. In den Alpha Zustand gelangen wir fast automatisch wenn wir unsere Augen schließen und uns entspannen.

Theta ist der Zustand in dem wir in das Reich der Magie der Veränderung eintreten. In dieser Frequenz ist der Körper in einem schlafähnlichen Zustand, doch der Geist ist hellwach. Im Theta Zustand werden wir nicht mehr durch die Erfahrungen der Vergangenheit mit den dazugehörigen Gefühlen unseres Identitätsbewusstseins, die im gesamten Nervensystem gespeichert sind, abgelenkt und können uns völlig neu erfinden und echte Veränderung einleiten. Der Körper herrscht nicht mehr über den Geist, der eigentliche Diener tritt nicht mehr als Herr auf. Durch mentales Training, Selbsthypnose und Meditation können wir lernen, die verschiedenen Frequenzen des Gehirns bewusst zu erzeugen.

Die Auswirkungen dieses Wissens, auf alle Bereiche unseres Lebens,  wenn es denn zur Anwendung kommt, sind gigantisch und nahezu fantastisch. Wir leben in Systemen, das heißt, das die Veränderung eines Teils des Systems, das komplette System verändert. Ändert sich ein Mensch grundlegend und tiefgreifend, hat das starke Auswirkungen auf sein Umfeld, sowohl positive als auch negative. Jeder entscheidet selbst welchen Einfluss er ausüben möchte. Alles beginnt in uns. Jede große Veränderung in Gemeinschaften, Kulturen oder global hat seinen Anfang in uns selbst. Wenn wir neues Wissen zur Anwendung bringen, können wir in Sachen Gesundheit, Heilung und Transformation kleine und große Wunder vollbringen.

1. Feb, 2017

In diesem Blog möchte ich von einer Begegnung berichten, die für mich als Coach sehr interessant war, da sie meine Sichtweise und meinen Blickwinkel erweiterte, wenn es darum geht Menschen auf ihrem Lebensweg zu helfen und zu beraten. Unser Urlaub im indonesischen Bali wurde schon am Anfang von merkwürdigen Zufällen geprägt. Und fast am Ende unserer Reise hatten wir dadurch das Privileg einer Schamanin zu begegnen. Wir gingen unbefangen und ohne Erwartungen in diese Begegnung, ohne vorschnell Schlüsse zu ziehen oder die kommende Erfahrung durch die Filter unserer westlichen Sichtweise zu beurteilen.

Schamanen gibt es in allen Kulturen der Erde. Sie sind Heiler, Seher, Berater und haben eine enge Verbindung zur Natur. Man sagt ihnen nach, dass sie mit Geistern kommunizieren und ihre Kraft von einer allumfassenden, göttlichen Macht beziehen. Alle Einzelheiten der Reise die in Bezug zu diesem Erlebnis stehen zu beschreiben, würde den Rahmen eines Blogs sprengen, deswegen möchte ich mich auf die Essenz dieser Erfahrungen beziehen und nur einige, meines Erachtens, wichtige Punkte aufführen. Beginnen wir am Anfang.

Viele Menschen auf Bali, vorwiegend Männer, versuchen ihr Geld mit einem Fahrdienst zu verdienen. Schon am Flughafen wird man fast schon lästig bedrängt von verschiedenen Fahrern. So war es auch bei uns. Erschöpft von einer mehr als zwanzigstündigen Reise, suchten wir einen Fahrer der uns günstig von Denpasar nach Ubud bringen sollte. Nach einigen Abfuhren die wir den aufdringlichen Fahrern erteilten, sprach uns ein recht sympathischer junger Mann an, zu den wir dann nach Preisverhandlungen, ins Auto stiegen. Auf der Fahrt buchten wir beim ihm dann gleich unsere Weiterfahrt in den nächsten drei Tagen zum nächsten Ziel. Einen Abend vor unserer Weiterfahrt schrieb ich ihm per What´s App die Uhrzeit der Abreise am nächsten Tag und wollte wissen ob unsere Verabredung verbindlich ist. Er sagte uns zu mit der Entschuldigung, dass er aus gesundheitlichen Gründen leider nicht kommen kann, er würde aber seinen Bruder schicken. Namen und Bild seines Bruders folgten per What´s App. Das Ding war gebongt und der Bruder gleich für weitere Fahrten gebucht. Als wir von Kuta nach Padangbai fuhren, um zu den Gili Inseln zu reisen, erzählte uns der Fahrer nach längeren Gesprächen, kurz vor Ankunft das er einen Lehrer hat der Menschen heilt, Dinge aus Vergangenheit und Zukunft sehen kann und zu dem sogar australische Ärzte anreisen würden, um sich heilen zu lassen. Unser Interesse war geweckt und wir fragten ob er ein Treffen arrangieren könnte, nach unserem Aufenthalt auf Gili Air Island. Er sagte, dass er uns vertraue und dass er mit seinem Lehrer sprechen würde.

Dann lief alles wie am Schnürchen. Nach unserer Rückkehr von den Gili Inseln machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Denpasar wo der besagte Lehrer, Heiler, Schamane leben sollte. Auf der Fahrt hielten wir an einem kleinen Stand am Straßenrand an und kauften zwei grüne und zwei gelbe Kokosnüsse, außerdem eine Opfergabe, die schon zubereitet war. Auf Bali ist der Hinduismus weit verbreitet und Opfergaben sieht man vor jedem Haus, jedem Geschäft und jedem Tempel. Für was die Kokosnüsse sein sollten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. In Denpasar angekommen, fuhren wir durch enge Gassen und Straßen in ein Stadtviertel, das wir bei uns als arm bezeichnen würden. Wir parkten das Auto und gingen durch ein Eisentor auf einen kleinen schmalen Hinterhof auf dem uns eine kleine ca. 55jährige Frau mit strahlendem Lächeln und gelbem Poloshirt empfing. Sie hatte einen klaren Blick und eine starke Präsenz. Sie umarmte uns und sagte anschließend zu mir: „Du hast einen starken Geist und ein starkes Herz.“ Ich freute mich natürlich über diese Worte. Wer hört nicht gern derartige „Komplimente“. Doch meine Freude wurde nur wenige Sekunden danach gedämpft, als sie hinzufügte, dass mir das nicht gut tun würde, weil es wie ein inneres Feuer wütet und Schaden anrichten kann. Ich sei nicht offen genug und habe Probleme damit, mich in vielen Situationen zu öffnen. Wow, da fühlt man sich ertappt und entblößt. Wir dachten erst, dass sie vielleicht die Frau des Schamanen ist, als wir den Hinterhof betraten aber nach diesen Sätzen wussten wir, dass sie der besagte Lehrer ist, von dem unser Fahrer sprach. Mit seinem mittelmäßigen Englisch sprach er auf der Fahrt immer nur von „my Teacher“.

 

Worte die unter die Haut gingen

Wir setzten uns auf den Boden der Terrasse vor ihrer Wohnung auf eine Art Decke. Unser Fahrer erzählte uns, dass sie zwar ein Bett habe aber immer auf dem Fußboden der Terrasse schlafen würde, auf der sie auch täglich ihre Gebete und Meditationen macht, eine Art Demutsübung mit der sie ihren Geist schulte. Wir erfuhren, dass sie Katholikin ist, als sie auf ein Kreuz über ihrer Tür wies. Sie bot uns Wasser an und machte direkt weiter. Sie sagte zu mir mit einem Lächeln im Gesicht, dass mich meine Großmutter lieben würde. BÄHMM, wieder Volltreffer. Nach diesen Worten verspürte ich eine heftige emotionale Reaktion und musste ganz schön mit mir ringen keine feuchten Augen zu bekommen. Ich hatte eine starke Bindung zu meinen Großeltern und habe als Kind oft die Wochenenden bei ihnen verbracht. Sie fuhr fort und erzählte mir genau das und fügte hinzu das ich dann immer nicht nach Hause wollte. Als ich den Fahrer verdutzt anguckte, der als Dolmetscher fungierte, zeigte er abwechselnd nach oben und auf die Schamanin, so als wollte er signalisieren das sie in Kommunikation oder in Verbindung mit jemandem ist. Es folgten einige Worte über meine Familie die sehr persönlich waren und ich hatte das Gefühl als würde sie mir direkt in die Seele blicken.

Nach diesem kurzen intensiven Gespräch fuhren wir zum Strand und wurden Bestandteil einer Reinigungszeremonie. Hier kamen die grünen Kokosnüsse zum Einsatz und die Opfergabe. Die Schamanin ging bis zu den Knien ins Wasser und betete, in dieser Zeit wurden wir dazu angehalten Räucherstäbchen anzuzünden und vor die Opfergabe in den Sand zu stecken. Sie öffnete die Kokosnüsse und gab sie uns. Aus der Kokosnuss sollten wir drei Schlucke trinken und uns dreimal das Gesicht mit dem Wasser der Kokosnuss waschen. Danach goss sie uns in einzelnen Etappen das Wasser über den Körper und legte ihre Handfläche auf den Scheitel und verschiedene Bereiche des Rückens. Anschließen sollten wir ins Wasser gehen und uns reinigen.

Auf der Rückfahrt erzählte sie weitere Dinge aus meiner Kindheit und machte sich lustig was ich als Kind für einen Haarschnitt hatte. Der Fahrer sagte, dass sie die Situation etwas auflockern wollte, da wir sehr angespannt wirkten. Wieder bei ihr angekommen, bereitete sie einen großen Kübel mit Wasser vor, in den sie Blüten, Früchte und Kräuter tat. Nach einiger Einwirkzeit sollten wir uns rechts und links neben den Kübel setzen. Es folgte ein weiterer Guss mit dem duftenden Wasser aus dem Kübel. Wieder drückte sie ihre Handfläche auf Kopf und Rücken. Mit dem restlichen Wasser sollten wir uns selbst begießen. Danach kamen die gelben Kokosnüsse zum Einsatz. Wieder trinken und Gesicht waschen. Nach den Reinigungszeremonien, die zur Aurareinigung dienen sollten, tranken wir gemeinsam Tee und sie fing an kleine Fläschchen zwischen beide Handflächen zu nehmen und in eine Art Meditation oder Gebet zu gehen. Jeder bekam ein kleines Fläschchen in der sich ein, nach Blumen duftendes Parfüm befand. Das sollten wir vor der Meditation auf die Handflächen tun und verreiben. Die Schamanin wies mich an, die Augen zu schließen und sie selbst nahm wieder ihre Meditationshaltung ein. Ich hatte keine Anweisung von ihr bekommen was ich tun sollte, also blieb ich gespannt was passieren würde. Nach kurzer Zeit spürte ich eine sich ausbreitende Wärme im Bauchraum, was sehr angenehm aber auch aufregend war. Ich wusste nicht wann dieser Akt vorbei sein sollte und lies die Augen noch für einen kurzen Moment geschlossen. Als mir die Ruhe zu groß wurde, öffnete ich die Augen und sah in ihr lächelndes Gesicht. Sie fragte mich was ich gespürt habe und ich schilderte ihr meine Erfahrung. Ihr Schüler, unser Fahrer sagte, dass sie mir Energie geschickt habe.

Danach zeigte sie mir am Arm ihres Schülers wie sie die Lebensenergie durch den Körper ihrer Patienten schickt. Da ich Therapeut für Traditionelle Chinesische Medizin bin, bin ich vertraut mit der Wirkungsweise von Akupressur, Akupunktur, Tuina Anmo Massage und der Lehre der Meridiane. Daher wusste ich, dass sie den Lungenmeridian ihres Schülers mit Daumen und Zeigefinger bearbeitete vom Daumen bis zu einem Punkt unter dem Schlüsselbein. Ihr Schüler schüttelte den Arm nachdem sie oben angekommen war, als würde er ihre oder seine eigene Energie wahrnehmen. Er erzählte uns, dass sie gelähmte Leute geheilt hat und dass durch das Befolgen ihrer Anweisungen viele Menschen ihr Leben verändert hätten. Das konnten wir natürlich nicht nachprüfen aber nach diesem Tag bei ihr, war das gut vorstellbar. Sie sagte mir, warum es in meinem Job in letzter Zeit nicht voran ging und gab mir Anweisungen, was in diesem Fall zu tun ist. Wieder sah sie etwas, was sie gar nicht wissen konnte. Ich war mir mittlerweile nicht mehr sicher ob die Umstände oder das Schicksal uns zu ihr geführt hatten oder ob sie uns durch die verschiedenen Ereignisse und Begegnungen zu sich geführt hatte. Nach weiteren Erklärungen und Gesprächen über Heilmethoden, bot sie mir an für ein Jahr auf Bali zu bleiben, um bei ihr zu lernen, was für mich natürlich nicht in Frage kam. Dennoch war es eine sehr interessante Erfahrung die wir bei ihr machen durften.

Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns von ihr und sie bot uns an, jeder Zeit mit ihr in Kontakt zu treten, wenn wir Hilfe benötigen.

Die Essenz der Lehre die wir erfahren durften

1.Die Bedeutung des Glaubens

  • Nach der Ansicht der Schamanin ist es egal an welchen Gott oder welche Sache du glaubst. Wichtig ist, dass du an etwas glaubst, daraus deine Kraft beziehst und dass dieser Glaube Berge versetzen kann.

 2.Teile deine Gabe

  • Sie sagte, dass wir unsere positive Energie und unsere Fähigkeiten teilen müssen mit allen Menschen die uns begegnen, denn diese Energie ist nicht unser Eigentum. Behalten wir sie für uns, schadet sie uns. Teilen wir sie, werden wir mit mehr versorgt durch eine unendliche göttliche Quelle.

 3. Konzentriere dich auf das Heilen und nicht auf Konflikte mit anderen

  • Nach Aussage der Schamanin werden Kontrahenten und Widersacher auftreten. Diesen soll man keine Beachtung und Energie schenken und sich stattdessen auf Helfen und Heilen konzentrieren.

 4.Nur mit der Verbindung von Kopf und Herz kann man wahrhaft sehen

  • Sie wies immer wieder darauf hin, dass man durch die Verbindung von Kopf und Herz die Fähigkeit erwirbt Wahres vom Unwahren zu trennen und die Wahrheit sehen kann.

 5.Rituale führen dich zum Erfolg

  • Ihren Schüler wies sie an täglich zu meditieren und zu beten, dann wird sich sein Leben verändern. Die Schamanin erzählte uns, dass ihr Schüler früher in Gangs unterwegs war, immer zwei bis drei Messer bei sich trug und dauernd in Schwierigkeiten verwickelt war. Durch Rituale veränderte sich sein Leben. Rituale sind unsere täglichen Gewohnheiten die unbewusst unser Leben lenken. Wählen wir sie bewusst, wird uns das in die gewünschte Richtung in unserem Leben bringen. Selbst ein kleines Parfüm kann als Anker für einen positiven Zustand dienen, der dir hilft deine Gedanken neu auszurichten und deinen Glauben zu stärken.

 6.Güte und Sanftheit

  • Nach Ansicht der Schamanin sollte man Güte und Sanftheit vor allem an sich selbst walten lassen. Sich zu öffnen und andere an seiner Einzigartigkeit teilhaben zu lassen, stößt die Menschen in eine Aufwärtsspirale der persönlichen und globalen Weiterentwicklung. Wer Güte und Sanftheit an sich übt wird diese früher oder später auf andere übertragen und zum Allgemeinwohl beitragen.

Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt die Ereignisse neutral und nüchtern zu betrachten und es einfach als eine interessante Erfahrung anzunehmen, weil es das westliche Weltmodell an seinen Grenzen erschüttert und nicht so recht in unsere Erlebniswelt zu passen scheint. Trotzdem möchte ich mir eine offene Haltung bewahren und Erfahrungen wie diese, nicht durch die Filter der anerzogenen Grenzen unserer Kultur gleiten lassen. Diese einmalige Erfahrung zeigte uns, das es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir mit den Methoden der Wissenschaft noch nicht erklären können, außer vielleicht mit den Theorien der Quantenphysik. Es zeigte aber auch, dass es seit Jahrtausenden Lebensberatung gibt, auch wenn sich die Methoden erheblich unterscheiden, das Ziel jedoch das gleiche ist, nämlich Glück, Freude und Erfolg für alle zu gewährleisten die es für sich wünschen.

6. Jan, 2017

Geht es dir auch oft so, dass du Dinge hörst, siehst oder liest, die dich aufhorchen lassen, die dich voll ins Bewusstsein bringen, bei denen du denkst „Wow, das ist echt gut“, die dich motivieren und inspirieren? Was wäre wenn es eine einfache Formel gibt, die deinen Weg zum Erfolg abkürzt und es dir ermöglicht, wichtige Informationen in dein Handeln zu integrieren, damit sie zu einem Erfolgsbooster werden?

In einem Zeitalter, in dem uns alle Informationen zur Verfügung stehen, um in so gut wie jedem erdenklichen Bereich erfolgreich zu sein, bleibt doch die Frage offen, warum es oft so schwer fällt, Informationen und Wissen zu transferieren und in seinem eigenen Leben umzusetzen? Wissen ist nur eine potenzielle Macht. Wissen allein, hat noch niemanden erfolgreich gemacht.

In einem früheren Blog „Fokus – Brennpunkt deiner Wirklichkeit“ ging es um die Ausrichtung unserer Aufmerksamkeit und um einen Bereich in unserem Gehirn, der sich aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem nennt. Diese geniale Erfindung der Natur hilft uns bei der Erreichung unserer Ziele, indem es uns genau die Informationen ins Bewusstsein bringt, die wir benötigen, wenn sie einen Neuheitswert besitzen, lebenswichtig sind oder einen starken emotionalen Gehalt haben. Ob wir nun ein Buch lesen, ein Seminar besuchen, einen Podcast oder ein Hörbuch hören, in allen Fällen selektieren wir Wissen. Um im Anschluss an diesen Prozess wirklich mit dem Wissen zu arbeiten und aus potenzieller Macht echten Drive zu entwickeln, hilft dir die Formel 2V2A, die aus den Büchern Napoleon Hills stammt. Mit dieser Formel wirst du zu einem Umsetzer.

2V2A steht für Verstehen, Verbindung herstellen und Anpassen, Anwenden.

Verstehen. Nimmst du neues Wissen auf, aus Büchern die du liest oder Dingen die du hörst, dann versuch dir als Erstes klar zu machen, ob du genau verstehst was inhaltlich damit gemeint ist. Wenn du z.B. ein Buch liest und dir etwas als sehr wichtig erscheint, halte inne und denke nochmal kurz über das Gelesene nach. Hast du alles verstanden, gehst du dazu über eine Verbindung herzustellen.

Verbindung herstellen. Hierbei geht es darum, wie du diese neuen Informationen auf deine Situation anwenden kannst, damit sie bei der Erreichung deiner Ziele hilfreich sind. Überlege dir, in welchen Situationen oder in welchen Schritten auf dem Weg zum Erfolg du dieses Wissen anwenden musst, damit es dich weiter bringt und nach vorne pusht. Mach dir Notizen am Buchrand oder in deinem Notizbuch. Das ist wirklich sehr wichtig, sonst gehen dir wichtige Gedankengänge verloren, die vielleicht ausschlaggebend wären für einen großen Schritt nach vorn.

Anpassen. Oft lässt sich Wissen nicht 1 zu 1 übertragen und wir müssen es unserer Situation und unseren Bedingungen anpassen. Wenn du den großen Performern zuhörst, ihre Biographien liest oder Seminare besuchst, sind ihre Handlungsweisen und ihre Erfahrungen sehr eng an ihre eigene persönliche Geschichte geknüpft. Wir haben oft nicht die gleichen Ausgangsbedingungen oder Wege die wir in unserem Leben gehen. Und dennoch kann man die Erfahrungen für sich nutzbar machen, wenn man sich überlegt, wie man es am Besten an seine eigene Situation anpasst, damit man den größten Nutzen daraus ziehen kann.  

Anwenden. Im letzten Schritt der Erfolgsformel geht es an die Umsetzung. Dieser Schritt ist der Wichtigste, damit du deine Power, deine PS in Form von Wissen auf die Straße bringen kannst. Nachdem du mit den ersten Schritten der Formel die heißen Informationen aufbereitet hast, musst du nun dazu übergehen, die Dinge konsequent anzuwenden und auszuprobieren. Nur durch rigorosen Umsetzen werden die Dinge ihre Wirkung zeigen. Gib den Dingen nach der Anwendung immer wieder Feinschliff, damit sie zu dir passen und du wirst durchschlagenden Erfolg haben.

Du wirst dir Unmengen an Zeit sparen, wenn du Bücher liest, Seminare besuchst und aufmerksam denen zuhörst, die bereits erfolgreich sind und große Dinge erreicht haben. Es sind oft Erfahrungen und das Wissen eines ganzen Menschenlebens, das wir uns innerhalb kürzester Zeit aneignen können. Damit brauchen wir nicht durch die Versuch-Irrtum Methode zu lernen und sparen wertvolle Lebenszeit. Wir können auf einem ganz anderen Level ins Spiel einsteigen und ganz andere Höhen erklimmen, als jemals zuvor. Die Erfolgsformel ist keine Zauberformel, aber eine Strategie, um effektiver wichtige Informationen umzusetzen, die entscheidend sein können auf dem Weg zum Erfolg.

9. Dez, 2016

Wie oft nimmst du dir zum Jahresanfang vor, jetzt endlich anzufangen. Mit Beginn des neuen Jahres endlich den Unterschied zu machen und richtig durchzustarten? Es ist wieder ein Jahr vergangen, ein ganzes Jahr deines Lebens und es hat sich nicht viel verändert, oder? Wieviel Jahre ist es her, als du das letzte Mal massiv in deinem Leben nach vorne geschritten bist?

„Ich werde endlich ein paar Kilo abnehmen.“ „Ich werde meinen gehassten Job endlich an den Nagel hängen und meiner Berufung  nachgehen.“ „Ich werde endlich ein Buch schreiben.“ „Ich werde endlich diesem Menschen meine Liebe gestehen.“ „Ich werde endlich mit dem Rauchen aufhören und mehr für meine Gesundheit tun.“ „Ich werde endlich meine Finanzen in den Griff bekommen.“

Wir verwenden das Wort „endlich“ so oft und vergessen dabei, dass auch wir endlich sind, dass unser Leben endlich ist, dass wir nur eine begrenzte Zeit haben und dass unser Countdown läuft. Jede Minute, jede Stunde, jeder Tag den wir vergeuden ist für immer Vergangenheit. Niemand kann dir eine vergangene Minute deines Lebens zurückbringen. Was bleibt, ist eine Erinnerung.

Zur Erinnerung für dich. JEDE MINUTE, JEDE STUNDE, JEDER TAG ZÄHLT.

Der Neujahrstag gilt für viele Menschen als symbolischer Neuanfang. Etwas Altes ist abgeschlossen und etwas Neues kann beginnen. Aber so einfach ist es dann doch nicht, wie jeder vielleicht schon selbst erfahren konnte. Wir nehmen nämlich unsere alten Gewohnheiten mit ins neue Jahr. Es gibt auch Menschen, die keine Neujahrsvorsätze mehr haben. Die Enttäuschung, den eigenen Wünschen nicht gerecht werden zu können, ist ernüchternd und manchmal schmerzlich. Doch warum funktionieren Wünsche und Vorsätze nicht oder nur sehr selten?

Ca. 90 % unserer täglichen Handlungen werden von Gewohnheiten bestimmt. Wir haben Denkgewohnheiten, Gefühlsgewohnheiten und Verhaltensgewohnheiten.

Unser Gehirn ist auf Energiesparen ausgelegt und es belohnt routinemäßige Handlungen mit einer Biochemie der Zufriedenheit. Das bedeutet, dass unser limbisches System (Teil unseres Gehirns) körpereigene Opioide ausschüttet die wir als kleines Glück empfinden, wenn wir in Routinen handeln. Das ist auch der Grund warum wir es so schwer haben gute Vorsätze am Anfang des Jahres  durchzuhalten und in gewohnte Muster zurückfallen.

Wenn wir nicht unter Anstrengung für einen Zeitraum von 30 - 40 Tagen unser Gehirn bewusst steuern, und uns neue Gewohnheiten antrainieren, können wir nicht gegen die kraftvollen biochemischen Prozesse ankommen die unsere Denk-, Gefühls,- und Verhaltensgewohnheiten erzeugen. Wenn dir das jetzt lange vorkommt, dann möchte ich dich daran erinnern, dass deine Gewohnheiten und Routinen dein gesamtes Leben steuern und bestimmen. Der Psychologe William James sagte schon vor über hundert Jahren, dass unsere Gewohnheiten unser Schicksal sind. Und mal ganz ehrlich, was sind 30 - 40 Tage Training neuer Routinen im Vergleich zum Rest deines Lebens. Wenn du das erst einmal begriffen und verstanden hast, dann kannst du fast alles erreichen in deinem Leben. Mehr noch, du bist nicht mehr Sklave deines Alltags, sondern gewinnst deine Selbstbestimmung wieder in dem du den Prozess begreifst, der dein Leben verändern kann.

„Menschen entscheiden nicht über ihre Zukunft, sie entscheiden über ihre Gewohnheiten, und ihre Gewohnheiten entscheiden über ihre Zukunft.“

                                                                                                   John C. Maxwell

Jeder Tag bietet dir die Möglichkeit nochmal neu zu starten. Gib niemals auf, wenn es darum geht in deinem Leben etwas Besseres für dich zu erschaffen, bessere Lebensumstände, eine neue Ebene an Lebensqualität, mehr Energie oder die Entfaltung deines Potenzials. Es ist das nobelste und edelste Ziel das man als Mensch haben kann. Es entspricht dem Leben selbst, denn alles entwickelt sich weiter. Wenn ein Samen eines Baumes auf guten Boden fällt, fängt er an sich zu entfalten, zu gedeihen, zu wachsen bis er selbst Früchte und Samen trägt. Aus dem Potenzial eines Samens entsteht letztendlich ein Wald der vielen Lebewesen Leben schenkt. Auf diese Weise wird das Leben in all seinen Facetten weitergegeben. Wenn du dich weiterentwickelst, dein Potenzial entfaltest, bringst du damit etwas ins Rollen, das sich auf viele andere Menschen, Situationen und Ereignisse auswirken wird.

Wir können unser Leben komplett umkrempeln, wenn wir uns neue Gewohnheiten schaffen. Es sind nicht einmalige Entscheidungen die unser Leben verändern, sondern permanente kleine Entscheidungen die wir über den Tag verteilt treffen. Das bedeutet erst einmal eine große Anstrengung für unser Gehirn bis die Dinge zu einer unbewussten Kompetenz werden, zu einer Gewohnheit, aber es lohnt sich allemal.   

Beginne noch heute

Wenn du im neuen Jahr wirklich etwas ändern willst beginne noch heute. Mache dir eine Liste von wichtigen täglichen Routinen die dich massiv nach vorn bringen werden, wenn du sie täglich tust und dann trainiere sie. Das neue Jahr beginnt für dich ab sofort. Es ist wichtig Anlauf zu nehmen, Momentum und Drive zu entwickeln. Während alle anderen am ersten Januar versuchen mühselig in die Gänge zu kommen, bist du schon in voller Fahrt und unaufhaltsam wie eine Lock. Du wirst Freude dabei haben die Dinge umzusetzen die du dir vorgenommen hast und du wirst in eine Aufwärtsspirale, in einen Flow kommen. Es gibt keinen wichtigeren Zeitpunkt als das Jetzt. Wenn es dein Ziel ist abzunehmen, fitter zu werden, gesünder zu leben usw. dann fang jetzt damit an. Die Macht der Veränderung liegt immer im gegenwärtigen Moment. Lass die Challenge jetzt beginnen. Mach sofort 20 Kniebeuge oder sonst was und lass es den symbolischen Startschuss in dein neues Leben sein. Oft zermartern wir uns die Dinge im Kopf. Echte Taten stehen weit vor den Gründen etwas nicht zu tun. Wenn man sich zu viel Zeit zum Denken gibt, wird man nicht anfangen. Du willst morgens laufen gehen? Denk nicht lange darüber nach. Spring in deine Sportklamotten und lauf los. Wenn du es nicht auf diese Weise tust, wird dir das Wetter in die Quere kommen, deine Lieblingssportklamotten sind in der Waschmaschine, abends kannst du eigentlich besser laufen und hast mehr Zeit dafür, und was es sonst noch alles für Gründe gibt. Verstehst du, was ich meine? Du wirst immer Gründe finden etwas Unbequemes nicht zu tun. Doch das Gefühl etwas durchgezogen zu haben überwiegt alles. Es stärkt auf lange Sicht deinen Charakter und deine Selbstachtung und lässt dich auf die nächste Ebene wechseln.

Wenn du große Ziele für dein Leben hast dann musst du diese auf Jahresziele runterbrechen und Jahresziel auf Wochen und Tagesziele. Und Tagesziele erreichst du, indem du die unbequemen Dinge tust, die du normalerweise nicht tun willst. Mach sie solange und mit so einer Konsequenz, das sie dir zur Gewohnheit werden und dann beginnst du unbewusst, dich in Richtung deiner Ziele zu bewegen. Ich wünsche dir viel Erfolg. Beherrsche den Prozess!

                                                                                                                                  André Gorzelany